Heute wäre meine Mutter 77 geworden

Ordnung ist das halbe Leben


Heute vor 77 Jahren wurde meine Mutter geboren. Warum schreibe ich dies im Blog "Organisiertes Leben"? Das hat seinen Grund.

Weil meine Mutter immer versucht hat mir etwas beizubringen. "Ordnung ist das halbe Leben". Ich hab dann aus Trotz immer gesagt, "Die andere Hälfte ist mir lieber". Aber inzwischen habe ich eingesehen, sie hatte recht. Auch wenn ich sie damals für diesen Spruch auf einen anderen Planeten hätte schießen können. Es gab mal eine Phase in meiner späten Jugend, da hatte ich mir diesen Spruch wirklich zu Herzen genommen. Ich hatte damals einen Schreibtisch in meinem Zimmer stehen. Als meine Eltern das erste mal ohne mich in Urlaub waren, in Griechenland bei den Eltern von Costa Cordalis, habe ich mein Zimmer damals zum Büro umfunktioniert. Das heißt, ich habe vom Schreibtisch meines Vaters Sachen weggenommen (Kleinkram an Büroutensilien) und auch das Telefon aus dem Wohnzimmer, welches ich mit einem längeren Kabel auf meinem Schreibtisch in meinem Zimmer gestellt habe (damals gab es noch kein Mobiltelefon) und mir vorkam wie der Held mit eigenem Büro. Und der Rest meines Zimmers war auch perfekt aufgeräumt. Mehr als in meinen späteren Büros, wo ich Versandmitarbeiter und später Versandleiter war. 

Leider habe ich dies Fähigkeit, in den letzten Jahren verloren. Grund dafür war die ganzen negativen Dinge, die in meinem Umfeld passiert sind. Todesfälle in der Familie, Arbeitsplatzverluste wegen Firmenschließungen. Das war alles kontraproduktiv für meine Motivation. Aber inzwischen hab ich sie wieder gefunden. Und ich werde hinsichtlich meines Hangs zur Perfektion dort anschließen, wo ich damals aufgehört habe. Immer mit dem Satz meiner Mutter im Ohr "Ordnung ist das halbe Leben". 

Ich werde viel Altpapier entsorgen, was ich über die Jahre gesammelt habe. Ich habe damit auch schon begonnen die Tage, weil ich einen Aktenordner leer gemacht habe, um aktuelle Dinge ordentlich abzuheften. Es war nur eine Kleinigkeit. Aber nach dieser Kleinigkeit fühlte ich mich schon besser. Es ist erstaunlich, wie so ein bisschen Ordnung schon die Laune zum Positiven hin verbessern kann. 

Mütter haben wirklich oft recht

Damit  tut meine Mutter mir im Nachhinein noch etwas Gutes. Sie motiviert mich dort weiter zu machen, wo ich vor Jahren mal aufgehört habe. Es geht dabei nicht nur ums aufräumen, sondern auch ums Organisieren des Alltags. 

Denn ich muss leider sagen, obwohl ich dies meiner Mutter damals nie gesagt habe. Sie hatte Recht! Ordnung ist das halbe Leben. Und die andere Hälfte war mir früher mal lieber, aber heute nicht mehr. Vielleicht ist es, weil ich "erwachsen" geworden bin, oder weil ich zu viel negative Dinge im Leben erlebt habe, was mich zum Umdenken bewegt hat. Ich weiß es nicht, aber es ist mir auch egal. Die Hauptsache ist, ich bin wieder in geistiger Hinsicht auf dem Standpunkt, auf dem ich früher mal war. 

Also ist es wichtig, sein Leben wieder in Ordnung zu bringen. Bestimmte Dinge an den selben Platz lagern, einer Schublade zum Beispiel, dass man nur einmal hin greifen muss, wenn man etwas braucht. Als Beispiel nenne ich gerne das Besteck in der Küche. Dies ist ja auch immer in der gleichen Schublade. Und so muss es auch mit anderen Dingen sein wie Briefumschläge, Tacker Klammern oder sonstigem Bürobedarf. Doch genau wie mit Kleidung. Diese gehört ebenfalls an der gleichen Stelle. T-Shirt oder Pullover, Hosen und Unterwäsche. 

Am besten ist es, macht sich erst mal einen Plan, wo was gelagert werden soll. Die Utensilien, die dort zur Zeit lagern, stopft man dann erst mal in große Müllbeutel, und sortiert diese dann aus. Aber man hat dann Platz um die Dinge, die man braucht, sorgfältig unter zu bringen. Der Rest kann in den Müll.

So entmüllt man seine Wohnung und damit sein Leben. Damit man besser lebt.

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